Rückzahlung von einem Kredit – Tilgungsrate oder Annuität?
Eingetragen von in FinanzmarktEin Kredit ist schnell beantragt – und bereits wenige Monate später beginnt dessen Rückzahlung. Dabei werden die fälligen Kreditraten meistens per Lastschriftverfahren von einem Girokonto eingezogen und dem Darlehenskonto gutgeschrieben. Da ein Darlehenskonto im Soll geführt wird, reduziert sich nach und nach der Schuldbetrag des Kredits. Es gibt dabei zwei Darlehenarten –Annuitäten oder Tilgungsdarlehen. Bei einem Annuitätendarlehen bezahlt Kreditnehmer während der gesamten Laufzeit des Kredits eine konstante Rate, die auch Annuität genannt wird. Die Höhe der letzten Rate kann allerdings abweichen. Die Annuität besteht dabei aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil. Der Kreditnehmer zahlt dabei die Zinsen Monat für Monat auf das Darlehenskonto. Da das Darlehenskonto im Soll geführt wird, reduzieren die eingehenden Zinszahlungen den Darlehensstand. Da die Zinsen aber nicht zur Tilgung verwendet werden, sondern den Zinsertrag der Bank darstellen, werden diese meistens vierteljährlich vom Darlehenskonto auf ein Ertragskonto der Bank umgebucht. Zu den Zinsterminen kann dann der Verbraucher die um die Zinsen bereinigte Resthöhe von seinem Kredit anhand von einem Kontoauszug feststellen. Bei einem Annuitätendarlehen nimmt der Darlehenssaldo mit jeder Annuität erst einmal ab und erhöht sich dann wieder um die quasi im Voraus bezahlten Zinsen an den Zinsterminen. Bei Tilgungsdarlehen zahlt ein Verbraucher nur die Tilgungsraten, die dem Darlehenskonto gutgeschrieben werden. Zu den Zinsterminen werden die fälligen Zinsen direkt vom Girokonto eingezogen und ebenfalls dem Darlehenskonto gutgeschrieben. Am gleichen Tag erfolgt dann die Umbuchung der Zinsen auf ein Ertragskonto der Bank. Bei monatlicher Zinsbelastung spielt es keine Rolle, welche Darlehensform der Verbraucher gewählt hat. Sobald bei einem Kredit die Zinsen nicht monatlich bezahlt werden, ist ein Tilgungsdarlehen jedoch deutlich besser. Der Grund: Bei einem Annuitätendarlehen geht der Kreditnehmer mit der Zahlung der Zinsen in Vorleistung und verzichtet auf eine mögliche Verzinsung – er überlässt der Bank die Liquidität für den Zeitraum bis zur nächsten Zinsbelastung praktisch umsonst. Bei einem Tilgungsdarlehen werden die Zinsen dagegen nur bei Fälligkeit gebucht.
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